Direkt an der Grenze zwischen Bredene und De Haan liegt die Spanjaardduin, eine der höchsten Meeresdünen des Landes. Hier erleben Sie die Natur in ihrer wilden, urwüchsigen Kraft. Bis ganz nach oben sind es 28,6 Meter. Durch den starken Westwind wächst die Düne sogar noch und wird jedes Jahr einige Millimeter höher.
Ein gut gehütetes Geheimnis
Massentourismus gibt es hier nicht. Deshalb ist die Vegetation auch so einzigartig. So wachsen auf der Spanjaardduin zum Beispiel seltene Dünenorchideen. Bereits um das Jahr 1500 erfasste Pieter Pourbus, der berühmte Kartograf, die Düne in seinen Karten. Er taufte sie auf den Namen „De Blekkaert“. Und so wird sie auch heute noch im Volksmund genannt.
Sandriese mit Geschichte
Während der Belagerung von Ostende diente die Düne den Spaniern als Beobachtungsposten. Daher stammt auch ihr heutiger Name „Spanjaardduin“. Die spanischen Truppen schlugen dort ihre Zelte auf, denn der Sandriese bot ihnen einen hoch gelegenen, trockenen Platz. König Leopold II. hatte große Pläne mit der Düne: Er wollte hier Wanderwege anlegen und auf dem Gipfel ein Chalet errichten. Zu seinem Leidwesen kam es nicht dazu.
Wohl gelang es ihm, einen Golfplatz von der Düne bis zur Klemskerkestraat zu bauen. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs war die belgische Küste mit Bunkern übersät. Der Kampf wütete so heftig, dass der Golfplatz zerstört wurde. Die Natur gewann wieder die Oberhand und konnte sich seit der Einrichtung des Naturgebiets „Paelsteenpanne“ noch freier entfalten.
Freier Blick in alle Windrichtungen
Über die gewundenen Dünenpfade können Sie bis zum Gipfel der Düne hinaufklettern – ein Riesenspaß für die Kinder! Oben angekommen erwartet Sie eine grandiose Aussicht, die kilometerweit vom Ostender Hafen bis nach Zeebrugge reicht. Im Osten erheben sich die Türme von Lissewege und Brügge. Im Süden erstreckt sich die weitläufige Polderlandschaft.